Ferozaclub

 

 

 

 


Fahrseminar für den Ferozaclub 04.06.2005

Ein tolerantes Familientreffen

Der Initiator dieses Events, Uwe Spicka, hatte den Tag schon lange in seinem Internetforum www.Ferozaclub.de angekündigt und viele Mitglieder folgten seiner Einladung. In unserem Fahrgelände in Hessen sollten die Aspiranten rücksichtsvoll in die Besonderheiten des Off Road-Fahrens eingeführt und bereits vorhandene Kenntnisse vertieft werden. Entgegen vieler anderer Foren und Interessengemeinschaften kennt man sich in diesem Club persönlich. Viele Treffen, Ausfahrten und Events bereichern die Gemeinschaft,  helfen der Anonymität des Internets zu entweichen und die Kontakte aufzubauen. So findet man sich bei den Veranstaltungen des Ferozaclub inmitten einer intakten Familie wieder. Hier kennt man sich, die Vorlieben, Stärken und Schwächen. Ob es nun die Thüringer Bratwürste, die gekühlten Getränke oder technische Tipps sind, jeder hilft dem anderen. Und tolerant sind diese Menschen auch. Ob die Fremdfahrzeuge nun Terios oder Jeep heißen, das interessiert hier keinen. Haben Sie schon mal probiert mit einem Lada Niva an einem Landrover Treffen teil zu nehmen?

Kurzum, die Fahrer trafen zum Teil bereits am Freitag ein und bauten ihre Zelte an der herrlich gelegenen Grillhütte auf. Das die Instruktoren an diesem Tag keinen Schlaf finden sollten, ließ sich noch nicht vermuten, wurde aber Wirklichkeit. Die Gemütlichkeit des lodernden Feuers und die „tiefsinnigen Gespräche sorgten für Stimmung bis in die frühen Morgenstunden. Am Samstag war es dann endlich so weit. Nachdem auch die letzten innerhalb einer reichlich bemessenen Toleranzzeit ihr Ziel erreicht hatten, fuhr man in das Gelände. Vom Mud-Terrain besohlten und höhergelegten Feroza bis zum absoluten Serienfahrzeug mit Straßenbereifung  zeigten sich die Ferozas mit ihren stolzen Besitzern. Am Vormittag stand ein Fahrseminar auf dem Programm. Hier wurden sowohl die Fortgeschrittenen, als auch die Unerfahrenen gleichermaßen über die Besonderheiten beim Fahren im Gelände unterrichtet. 

Damit aber gerade bei den Anfängern Fahrfehler nicht zu Schäden führen, befuhren die Teilnehmer erst einmal einfache, risikolose Passagen. Und das war auch gut so, denn in einem Fall vergaß Kerstin, hauptberuflich als Hebamme tätig, den richtigen Einsatz der Pedalerie. Das Fahrzeug verlor aber in der gut gesicherten und freien Auslaufzone bald an Fahrt und Kerstin wusste von nun an, dass die Pedale durchaus einen Zweck erfüllen. Am späteren Nachmittag konnte man sie auch in schweren Geländeabschnitten als besonnene und hervorragend agierende Fahrerin beobachten. Nach einer mittäglichen Stärkung galt es, am Nachmittag die erworbenen Kenntnisse in den Parcours umzusetzen. Alle geländespezifischen Schwierigkeiten waren in diesen Abschnitten anzutreffen. Steile Auf- und Abfahrten, Verwindungen, Schrägfahrten und vieles mehr bereiteten den Teilnehmern aber keine Schwierigkeiten. Man konnte ihnen anmerken, dass sie den täglichen Umgang mit ihren Fahrzeugen üben. Der im Forum oft mit humorvollem Spott bedachte Terios schlug sich ebenfalls hervorragend und selbst die Instruktoren waren begeistert, mit welcher Leichtigkeit dieses SUV auch anspruchsvolle Passagen meisterte. Kai, der Gewinner dieses Geschicklichkeitswettbewerbes und gleichzeitig Dienstältester (ich hoffe, dass ich ihm an dieser Stelle nicht Unrecht tue),  konnte sich mit Bravour gegen die Konkurrenz behaupten. Der Chef des Ferozaclubs, Uwe Spicka, folgte aber dicht auf und belegte den zweiten Platz. Zum Abschluss wurden alle noch einmal im Konvoi auf einem Rundkurs durch das Gelände geführt. Bei den Meisten zeigte sich eine gewisse Müdigkeit und so wurde der zweite Abend wieder nach gewohnter Manier begangen, aber Gott sei Dank nicht ganz so intensiv.

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