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Ottrau 10.09.2005 - Gemeinsam im Stroh!

Ja, wir machen uns einfach Gedanken und sind stets um das leibliche Wohlergehen unserer Gäste bemüht! Natürlich wollen wir vermeiden, dass unsere Off Roader nächtens frieren oder sich gar eine Erkältung einfangen! Vielleicht haben wir aber auch nur an uns gedacht, als wir für die Übernachtung auf die Räumlichkeiten des Stohtels Ilgen auswichen. Die offene Grillhütte, unser Hauptquartier, schien uns diesmal nicht geeignet, denn kühles, nasses Wetter war angekündigt. Etliche, aneinander gerreihte Strohballen auf dem Speicher einer großen Scheune sollten unser Nachtlager sein.

Doch soviel nur vorweg, damit keine falsche Phantasien entwickelt werden. Es kam natürlich alles wieder ganz anders und der Tag zeigte sich unserer würdig. Sonne und laue Temperaturen ließen uns bereits am Morgen frohlocken und so empfingen wir unsere Gäste zum Frühstück im Steinbruch. Jeder der uns kennt, weiß, dass wir Fahrern mit Fahrzeugen aus dem Wilden Westen eine gewisse Skepsis entgegen bringen. Sind es doch meist Menschen, die weder Tod noch Teufel fürchten und auch den letzten Gaul unter der Haube zum galoppieren bringen. Gleich vier von dieser Sorte sollten uns heute begleiten. Hand-und Fußfesseln hatten wir unauffällig deponiert.

Nach einem ausgiebigen Frühstück erfolgte dann die Einteilung in die nach Anspruch und Können der Fahrer differenzierten Gruppen. Die Fahranfänger erhielten eine ausgiebige Einweisung, während die versierten Off Roader sich auf einen anspruchsvollen Rundkurs begaben. An dieser Stelle möchte ich noch einmal den unermüdlichen Einsatz der Familie Fassold und unseres lieben Frank Schneider hervorheben. Gemeinsam mit dem Instruktoren-Team haben sie ein wirklich schönes Terrain gestaltet, das nahezu allen Ansprüchen gerecht wird. Hätte Frank mit seinen derben Späßen nicht ab und an dafür gesorgt, dass wir auf harten Biertischen übernachten mussten, könnte man ihn schon fast als Freund bezeichnen. Der Tag verlief äußerst harmonisch und alle Teilnehmer hatten ihren Spaß. Das Frauenteam „König aus dem Sauerland entwickelte einen gesunden Ehrgeiz und nachdem die Furcht gewichen war, befuhren auch diese beiden Damen in ihrem Frontera V6 alle Abschnitte. Gut, das mit dem lauten Kreischen müssen wir ihnen noch abgewöhnen, aber dafür zeigten sie absolutes Stehvermögen bei der After Show Party und schwangen ihre schönen Tanzbeine bis in den frühen Morgen.

Dass wir unsere Instruktoren unter den Aspekten des Fahrkönnens, der guten Umgangsformen und der Trinkfestigkeit aussuchen, ist allgemein bekannt. Bereits seit geraumer Zeit gibt es einen Anwärter aus Wipperfürth, genannt Heribert, dessen Bestreben es ist, diesem Team beizutreten. Um uns restlos zu überzeugen, hatte er für diesen besonderen Tag weder Kosten noch Mühen gescheut. Unter den Blicken der anwesenden Gäste gelang es ihm auf äußerst eindrucksvolle Weise, jeden SJ-Fahrer davon zu überzeugen, einen zusätzlichen Überrollbügel in sein Fahrzeug einzubauen. Gemächlich ließ er seinen Suzuki auf das Dach fallen. Sohn und Vater hingen in den Gurten (Sicherheitsgurte sind ein absolutes Muss bei uns) und warteten auf Hilfe von außen. In solchen Momenten ist es wichtig, Ruhe und Besonnenheit zu zeigen. Den Motor sollte man unverzüglich abstellen. Nachdem die Insassen das Fahrzeug verlassen hatten, dauerte es nur einen Augenblick und die Suzi stand wieder brav auf ihren Rädern. Heribert muss wohl in den nächsten Tagen zum TÜV, damit dort die verringerte Aufbauhöhe im Brief eingetragen wird.

Am Nachmittag hieß es dann wieder Geschick zu zeigen und möglichst fehlerfrei die Parcours zu durchfahren. Hierbei erzielten vier Fahrer den gleichen Punktstand und so mussten die Sektionen von diesen Off Roadern zusätzlich im Rückwärtsgang befahren werden. Axel Biermann konnte wegen eines steifen Nackens an dieser Prüfung nicht teilnehmen und musste deshalb mit verbundenen Augen unter Anleitung seiner Weggefährtin Iris die Sektion befahren. Dass die beiden immer noch ein Paar sind, verdanken sie ihrer Fähigkeit, Agressionen durch lange und tiefgründige Gespräche abzubauen. Unsere Siegabonnenten Manfred Langlotz (SJ) und Cajus Stausberg (Disco) teilten sich den ersten Platz. Ein gute Flasche Wein für Cajus und für Manfred ein Dinner auf irgendeiner Sanddüne im Süden Tunesiens waren die verdienten Siegprämien.

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