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Tunesien - Ein weitgehend kalkulierbares Abenteuer
Salam Aleikum
Wer hat nicht immer schon von einer Reise durch die Wüste geträumt? Einer Reise durch eine fremde Landschaft, die faszinierend bedrohlich wirkt und doch inspiriert und unendlich Raum zum Träumen schafft? Träume können Wirklichkeit werden! Wir bereichern unser Programm mit einer Tourist-Rallye durch Tunesien. Wir wählten Tunesien zum Reiseziel, weil es unter den nördlichen Saharaländern die beste Infra- struktur und ein gewisses Maß an Sicherheit bietet.
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Das Landschaftserlebnis und der Team-Zusammenhalt stehen bei dieser Tour ein- deutig im Vordergrund. Es gibt keine Zeitwertung und das Ziel ist eindeutig definiert: Ankommen! Die erste Etappe führt uns nach Kairouan und bietet den Teilnehmern Möglichkeit, Kraft zu tanken und in der Kasbah das bunte Treiben zu erleben. Kleine Manufakturen, Imbissstände und allerlei Krämerläden bieten Möglichkeit zum Einkauf und Feilschen. Im Hotel lassen wir es uns nochmal richtig gut gehen. Unser Weg führt uns am nächsten Tag durch das Dahar-Hochland nach Ksar Gilane, dem nörd-lichsten Sahara-Camp. Ölsuchende Franzosen haben hier einen warmen, unter- irdischen Quell anbebohrt und somit eine Wasch– und Schwimmgelegenheit für alle folgenden Sahara-Reisenden geschaffen. Entsprechend viele Touristen tummeln sich deshalb an diesem Ort. Hier bauen wir unsere Zelte auf und beobachten den Sternenhimmel, während das Lagerfeuer uns Wärme spendet.
Nach dem Frühstück erkunden wir die Umgebung und werden dann zum ersten Mal querfeldein durch die Sahara fahren. Am nächsten Tag brechen wir Richtung Douz, dem Tor zur Sahara, auf. Der Pfad führt über eine Wellblechpiste durch traumhafte Sanddünen-Meere. An diesem Tag freuen wir uns alle auf die Dusche im Hotel, um uns den Staub und Sand aus Ohren und Haaren zu spülen. Douz liegt inmitten unzähliger Dattelpalmen und ist Ausgangspunkt für die nächsten Fahrten.
In den folgenden vier Tagen erkunden wir die Sanddünen um Douz, Tozeur und Nefta, werden den Salzsee Chott El Jerid überqueren und uns darüber freuen, dass wir Sandschaufeln, Bergegurte und weiteres nützliches Equipement mit uns führen. An exponierten Stellen verfolgen unsere Blicke die Sonnenauf– und Untergänge. Das Spiel von Licht und Schatten über unendlichen Dünen. Dann endlich beziehen wir wieder Quartier in einem Hotel in Douz und werden uns mit dem Angenehmen der Zivilisation verwöhnen. Wir bereiten uns nun schon gedanklich auf den Abschied vom Sand vor, denn am Morgen führt uns der Weg über einen Salzsee in das Gebirge. Hier werden wir ein letztes Mal die tunesische Landschaft genießen. Beeindruckende Berge mit weiten Plateaus, engen Pässen und schroffen Schluchten fordern unsere uneingeschränkte Aufmerksamkeit und schaffen Spannung. Nach einer letzen Übernachtung in Kairouan brechen wir wieder, etwas wehmütig, Richtung La Goulette auf. Auf einer solchen Tour ist nichts bestimmt. Man kann alles im Groben planen. Doch oftmals entziehen sich die Geschehnisse dem eigenen Einfluss, man muss umdisponieren und vielleicht wird manches Ziel nicht erreicht. Aber gerade dies haben wir uns ja gewünscht, ein weitgehend kalkulierbares Abenteuer.
Bilder: Alex Eichendorf
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